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  Estancia Lago Hermoso

ESTANCIA LAGO HERMOSO

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Unsere moderne Welt wird mit jedem Tag vollkommener. Sie wird in geradezu atemberaubendem Tempo reicher, angefüllt mit den perfektesten Einrichtungen, uns den Alltag bequem zu machen, mit den raffiniertesten Genüssen. Sie wird zugleich mit jedem neuen Tage ärmer: ihre Paradiese sterben fast unaufhaltsam aus. Wer heute aus unseren mit ihren Steinmassen vermessen zur Wolkenhöhe emporstrebenden Städten in ein Paradies flüchten will, muß lange suchen; er darf auch weiten Weg nicht scheuen, denn nicht zu unrecht reden wir gern von „Paradieses­fernen".

Und doch gibt es immer noch einige Paradiese - und eines der schönsten ist die Estancia Lago Hermoso in Argentinien mit ihren saftiggrünen Matten und ihren ausgedehnten Waldrevieren, die sich um große tiefblaue Seen krümmen, deren Wasser die Schneegipfel hochauf­ragender Berge widerspiegeln.

In den Weiten des südamerikanischen Kontinentes rechnet man mit anderen Dimensionen als im überbesiedelten Europa. Aber schon um die Jahrhundertwende, als es noch einer langwierigen, an Strapazen reichen Expedition bedurfte, so abseits gelegene Gebiete aufzusuchen, wußte man, daß sich hinter der scheinbaren Endlosigkeit der Pampa am Fuße der Anden in den Provinzen Rio Negro und Neuquen um den 40. Breitengrad, weil südlicher als die Südspitze Afrikas eine paradiesische Landschaft von Wäldern, Seen und Bergen ausbreitet, wie man sie in ähnlicher Schönheit kaum sonstwo oder nirgends auf dieser Erde findet. Nicht von ungefähr wurden auch hier Aufnahmen zu dem berühmten Film „Traumstraße der Welt" gedreht.

 Heute machen die modernen Verkehrsmittel es leicht, die von Buenos Aires rund 1800 km entfernte Estancia Lago Hermoso zu erreichen, die mit der Estanzia Lago Meliquina verbunden ein Areal von etwa 80 000 ha umfaßt: 30 km südlich von San Martin de los Andes, 120 km nördlich von San Carlos de Bariloche, im argentinischen Naturschutzgebiet Lanin, benachbart dem Nationalpark Nahuel Huapi, dem eigentlichen Mittelpunkt des auch in Argentinien seit einigen Jahren mächtig aufblühenden Tourismus. Wer nicht die zweitägige Fahrt im Schlafwagen vorzieht, der überwindet die 1800 km von Buenos Aires nach Bariloche innerhalb weniger Stunden auf dem bequemen Luftweg. Vielleicht sportlicher und nicht ohne besonderen Reiz ist es, die Strecke auf guter Straße im Wagen zurückzulegen, fasziniert vom Wechsel der Landschaft und von der eigenwilligen, herben Schönheit der weiten Pampa mit ihren unüberschaubaren Schaf und Rinderherden.

Von Bariloche aus erreicht man dann sein Ziel in dreieinhalb Stunden mit dem Wagen oder in knapp 30 Minuten im Lufttaxi, das inmitten der Estanzia auf einer eigenen Piste vor dem Haupthaus Lago Hermoso landet. Man glaubt sich wohl vorbereitet und ist dennoch bei jedem Kommen von neuem überwältigt von der Schönheit, die sich hier vor dem Blick auftut. Ein kleines Kaufhaus versorgt die Einwohnerschaft mit Lebensmitteln und notwendigem Hausrat. Es gibt eine Schule, zu deren Unterricht die Kinder weither auf Pferden geritten kommen, oft mehrere gemeinsam auf dem ungesattelten Rücken nur eines Pferdes. Von Helmut Golla, einem Schüler Heinrich Tessenows, stammen auch die Bauwerke, die das Herrenhaus umrahmen, und weitere  Bauten, Futterstände und Verwaltungsgebäude am Wildreservat PARQUE DIANA - aus roh behauenen, im eigenen Sägewerk geschnittenen Balken zu urtümlichen Formen gefügt, wie solche einstmals auch berühmten deutschen Revieren, wie Rominten und der Schorfheide, das bauliche Gepräge gaben.

Sind es auch in erster Linie die Naturliebhaber, die gelockt vom den Seen, der urtümlichen Natur, die ermüdet vom zermürbenden Trubel der Großstädte nach einem Stückchen noch unberührter Natur suchen, finden hier auf Spazierwegen, bei Reit und Fahrausflügen, auf Klettertouren und bei vielfältigem Wassersport das ersehnte, schon verloren geglaubte Paradies. Aber auch für einfachere Touristenunterkünfte ist Vorsorge getroffen. 250 Pferde stehen zur Ausfahrt, zum Reitsport und für Fotosafaris zur Verfügung. Im letzten Grunde ist Lago Hermoso - wenn auch in unvergleichbar größeren Dimensionen - eine überseeische Tochter des im Salzkammergut, unweit von Salzburg gelegenen Schloß Fuschl, das sich als eine Stätte der heute so selten gewordenen kultivierten Gastlichkeit seit langem weltweiten Ruf in der internationalen High Society erworben hat. Das Goldene Buch von Schloß Fuschl verzeichnet eine kaum noch übersehbare Reihe bekannter Namen aus aller Herren Länder  jener Gäste, die hier Erholung gesucht und gefunden haben, die vielfach auch die schon traditionellen Feste miterleben durften, zu denen das Schloß im Schein von tausend Fackeln und Kerzen in geradezu märchenhafter Pracht erstrahlt.

Und eben auf Fuschl, dem einstigen Schloßhotell der Salzburger Fürstbischöfe, wo gegenwärtig der Neubau eines Museums kurz vor der Vollendung steht, sammelte Konsul Vogel die ersten grundlegenden Erfahrungen in der Aufzucht und Haltung von Gatterwild. Daraus entstand sein großzügiger Plan, das Wildreservat PARQUE DIANA zu schaffen, das schon heute der Estancia Lago Hermoso in naturwissenschaftlichen Kreisen besondere Beachtung sichert, dessen Bedeutung für die Zukunft  sowohl im Waldwerk wie für die Touristik Argentiniens noch gar nicht abzuschätzen ist.

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